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Omikron bis Delta – Die Ausbreitung der Corona-Varianten weltweit

Die Omikron-Variante hat die Welt seit Ende November 2021 in Alarmzustand versetzt. Seitdem verbreitet sie sich über alle Kontinente. Wo Omikron längst vorherrschend ist - und welchen Anteil Delta und andere Varianten noch haben.

Omikron
Anzahl und Anteil der bestätigten Omikron-Fälle in untersuchten Proben innerhalb der vergangenen vier Wochen, Quelle: GISAID, Zuletzt aktualisiert: 16.01.

Hinweis: Auf der Karte sind die Anteile der Omikron-Variante an den durch Genomsequenzanalysen untersuchten Proben der vergangenen vier Wochen visualisiert. Dabei handelt sich um die Fälle, die in der Datenbank der weltweiten Wissenschaftsinitiative GISAID registiert sind. Dies ermöglicht prinzipiell einen weltweiten Vergleich auf einer Datengrundlage. Die Anzahl der Proben ist aber in einigen Ländern so gering, dass statistisch noch keine zuverlässigen Aussagen möglich sind. Beachten Sie deshalb bitte auch die absoluten Angaben.

Durch Meldeverzüge kann aktuell bereits von einem höheren Anteil der Omikron-Variante in einzelnen Ländern ausgegangen werden. Auch durch den längeren Betrachtungszeitraum von vier Wochen können sich die GISAID-Werte zum Anteil von Omikron von anderen Angaben unterscheiden.

Am 24. November meldet das südafrikanische Institut für Ansteckende Krankheiten NICD den Nachweis einer neuen Coronavirus-Variante: B.1.1.529. Es gibt Hinweise, dass diese Variante noch ansteckender sein könnte als Delta und dass die verfügbaren Impfstoffe möglicherweise weniger wirksam sind.

Es werden immer mehr Fälle bestätigt, zunächst neben Südafrika auch in Botsuana und Hongkong. Die neue Variante versetzt die Welt in Alarmzustand. Bereits eineinhalb Tage nach der Meldung der südafrikanischen Behörden schränken erste Länder den Flugverkehr ein und verbieten weitgehend Einreisen aus dem südlichen Afrika. Deutschland erklärt Südafrika zum Virusvariantengebiet.

Omikron rasend schnell verbreitet

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) lehnt zunächst diese Maßnahmen als voreilig ab, stuft aber zugleich B.1.1.529 als „besorgniserregend“ ein - und gibt der Variante einen Namen: Omikron. Bislang hatte die internationale Gesundheitsbehörde vier „besorgniserregende Varianten“ (VOC: „variants of concern“) identifiziert: Alpha, Beta, Gamma, sowie Delta, die wegen ihrer hohen Übertragbarkeit zur vierten Pandemie-Welle beigetragen hat.

Seit der Einstufung folgten fast im Stundentakt weitere amtliche Meldungen zu Omikron, in Europa und weltweit. Als erstes europäisches Land meldete Belgien noch am 26. November einen Verdachtsfall, der sich schnell bestätigte. In Deutschland wurden die erste drei Fälle bereits einen Tag danach bekannt, in München und in Frankfurt am Main - alle waren Reiserückkehrende aus Südafrika.

Omikron seit Januar in Deutschland vorherrschend

Doch die Variante verbreitet sich schon länger in Europa. So wurden in den Niederlanden Omikron in zwei Testproben nachgewiesen, die auf den 19. und 23. November datiert sind - bis zu fünf Tage vor der Bekanntgabe durch die Behörden in Südafrika. Die Dunkelziffer dürfte also deutlich höher gelegen haben. Auch frühere Varianten wie Alpha (B.1.1.7) waren längst massenweise im Umlauf, bevor sie erstmals bekannt wurden.

Mittlerweile hat Omikron auch in Deutschland die Delta-Variante als vorherrschende Variante verdrängt: Schon in der ersten Kalenderwoche 2022 wurden laut Meldedaten aus den Bundesländern 73 Prozent der auf Varianten untersuchten Corona-Nachweise Omikron zugeordnet, meldete das Robert Koch-Instituts (RKI) Mitte Januar. Bei der Ausbreitung gab es aber zunächst noch große regionale Unterschiede.



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Funke Interaktiv, 09.07.2021
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